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Bildungsprämie

Prämiengutscheine im Rahmen der Bildungsprämie


Achtung: Ab 01. Juli 2017 gelten neue Regelungen für das Programm Bildungsprämie!

Mit dem Programm der Bildungsprämie soll die individuelle berufliche Weiterbildung von erwerbstätigen Personen mit geringem Einkommen gefördert werden.

Die Bildungsprämie umfasst zwei Finanzierungsinstrumente:

  • Einen Prämiengutschein zur Teilfinanzierung der Kosten individueller beruflicher Weiterbildung. Unterstützt werden Weiterbildungen mit berufsspezifischen Inhalten sowie Weiterbildungen, die generell die Beschäftigungsfähigkeit verbessern. Sie können bis zu 50% der Kursgebühren bis zu einem maximalen Betrag von 500 Euro pro Prämiengutschein erhalten.
  • Einen Spargutschein zur vorzeitigen Entnahme von, nach dem Vermögensbildungsgesetz, angespartem Guthaben zur Finanzierung von Weiterbildung, ohne dass damit die Arbeitnehmersparzulage verloren geht. Als Beleg für diese Entnahme zum Zweck der Weiterbildung dient der Spargutschein.

Die beiden Instrumente können gemeinsam genutzt werden. Zum Erhalt eines Prämien- und/oder Spargutscheins ist ein Beratungsgespräch notwendig.

1. Wer kann die Bildungsprämie beantragen?
2. Was wird mit der Bildungsprämie gefördert?
3. Wie beantrage ich die Bildungsprämie?
4. Was muss ich für das Beratungsgespräch mitbringen?
5. Wie löse ich einen Prämiengutschein ein?
6. Wie löse ich einen Spargutschein ein?
7. Weitere Beratungsstellen in Berlin


1. Wer kann die Bildungsprämie beantragen?

  • Erwerbstätige in Deutschland, die befugt sind in Deutschland zu arbeiten, durchschnittlich mindestens 15 Stunden in der Woche erwerbstätig sind und deren zu versteuerndes Jahreseinkommen den Betrag von 20.000 Euro (bzw. 40.000 Euro bei gemeinsam Veranlagten) nicht übersteigt.
  • Beschäftigte während der Mutterschutzfrist oder in Elternzeit innerhalb der genannten Einkommensgrenzen.
  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie selbständige Personen, die "aufstockende Leistungen" nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) II erhalten. Dies trifft dann zu, wenn das Erwerbseinkommen trotz der Mindestarbeitszeit unter den Regelleistungen der Grundsicherung liegt.
  • Rentnerinnen und Rentner bzw. Pensionärinnen und Pensionäre können einen Prämiengutschein erhalten, sofern sie mindestens 15 Stunden wöchentlich erwerbstätig sind und die Einkommensgrenzen einhalten.
  • Es gibt keine Altersgrenze für die Gutscheinausgabe, Antragsteller unter 18 Jahren dürfen nicht mehr schulpflichtig sein.
  • Pro Person kann jährlich ein Prämiengutschein ausgestellt werden.
  • Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die angesichts der neuen Förderbedingungen ihr Weiterbildungsziel ändern möchten, können einen alten noch gültigen Prämiengutschein (im Original) in einer Beratungsstelle zurückgeben und einen neuen Gutschein erhalten. Eine Rückgabe ist nur möglich, sofern der Prämiengutschein noch gültig ist und bisher nicht bei einem Weiterbildungsanbieter eingelöst wurde.

    Sie haben die Möglichkeit einen Schnellcheck durchzuführen, ob Sie überhaupt für die Bildungsprämie in Frage kommt. Der Schnellcheck ist auch auf der Programmhomepage installiert.
    http://bildungspraemie.info

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    2. Was wird mit der Bildungsprämie gefördert?

    Mit der Bildungsprämie kann die individuelle berufliche Weiterbildung in Form von Lehrgängen, Kursen oder Seminaren gefördert werden.

    Prämiengutscheine können auch für Weiterbildungen mit Veranstaltungs- gebühren über 1.000 Euro eingesetzt werden. Die Höhe der Förderung beträgt weiterhin 50 Prozent der Veranstaltungsgebühren, maximal jedoch 500 Euro. Diese Regelung gilt nicht in den Ländern Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. In diesen Ländern bestehen Landesprogramme, die unmittelbar an die Bildungsprämie anschließen.

    Entscheidend für die ESF-Förderung ist der Durchführungsort der Weiterbildung, nicht der Wohnort des Begünstigten oder der Sitz des Weiterbildungsanbieters. Ausnahme: Bei Fernunterricht gilt der Sitz des Anbieters als Durchführungsort.

    Eine Weiterbildungsmaßnahme im Sinne des Bundesprogramms "Bildungsprämie" ist jede Maßnahme, die inhaltlich in sich abgeschlossen ist sowie einzeln gebucht und einzeln bezahlt wird. Darüber hinaus muss sie frei zugänglich sein. "Frei zugänglich" ist sie u.a. dann, wenn ihr Besuch nicht die Absolvierung einer vorhergehenden Weiterbildungsmaßnahme beim gleichen Anbieter voraussetzt.

    Die Zusammenfassung mehrerer Maßnahmen unter einem inhaltlichen Weiterbildungsziel (Kursbündel) wird zukünftig wie eine Weiterbildung behandelt. Das heißt, es muss nur noch die erste der Maßnahmen innerhalb der Gültigkeitsdauer des Prämiengutscheins beginnen.
    Weiterhin gilt: Wenn mehrere Maßnahmen gebündelt werden, müssen alle frei zugänglich sein und zum Weiterbildungsziel passen. Die Summe der Veranstaltungsgebühren für die verschiedenen Weiterbildungsmaßnahmen des Kursbündels darf in den Bundesländern Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein die Grenze von 1.000 Euro (inkl. MwSt.) nicht überschreiten.



    Prämiengutscheine dürfen nicht ausgestellt oder eingesetzt werden für:
  • Weiterbildungen, die der Gesundheitsprävention, der Persönlichkeitsentwicklung, der Erholung, der Unterhaltung, der privaten Haushaltsführung, der sportlichen und künstlerischen Betätigung oder der sonstigen allgemeinen Lebensführung dienen.
  • Weiterbildungen im Ausland sind generell nicht förderfähig.
  • Weiterbildungen, die der Erfüllung einer regelmäßigen, nachweislichen Fortbildung dienen. Für diese kann jedoch ein Prämiengutschein eingesetzt werden, sofern keine gesetzliche oder durch Rechtsverordnung festgelegte Finanzierungspflicht des Arbeitsgebers besteht.
  • Den Erwerb der allgemeinen Fahrerlaubnis für alle in § 6 der Fahrerlaubnis-Verordnung genannten Klassen.
  • Prüfungen als eigenständige, einzeln ausgewiesene Leistung, da sich die Qualitätsanforderungen der Bildungsprämie auf Weiterbildungsmaßnahmen beziehen. Ausnahmen: Förderfähig sind Externenprüfungen nach BBiG oder HWO sowie auch andere Prüfungen, wenn diese in einem inhaltlichen Zusammenhang mit der durch einen Prämiengutschein geförderten Weiterbildungsmaßnahme stehen. Voraussetzung: Die Kosten für die Prüfung müssen auf der Rech-nung für die Maßnahme ausgewiesen werden.
  • Verkaufsschulungen, die die Teilnehmer für den Vertrieb eines Produktes im Rahmen eines firmeninternen Vertriebskonzepts vorbereiten („Schneeballsystem“).
    Verkaufsschulungen, die allgemein verwendbare Fertigkeiten, Fähigkeiten und Kenntnisse vermitteln – auch Softwarekenntnisse – und damit den Teilnehmenden ermöglichen, diese bei verschiedenen Unternehmen anzuwenden, bleiben weiterhin förderfähig. Wichtig ist wie bisher, dass die Weiterbildungsmaßnahmen öffentlich angekündigt und frei zugänglich sind und der Anbieter die Qualitätsanforderungen erfüllt.

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3. Wie beantrage ich die Bildungsprämie?

Sie vereinbaren mit einer Beratungsstelle z.B. der WDB Berlin telefonisch einen Beratungstermin (siehe Spalte rechts).

Zum Termin bringen Sie die notwendigen Unterlagen mit. (siehe Frage 4. Was muss ich für das Beratungsgespräch mitbringen?)

  • Im Beratungsgespräch werden Ihre persönlichen Angaben für die Service- und Programmstelle Bildungsprämie aufgenommen. (siehe „Datenschutzinformation und Einwilligungserklärung“) Ebenso werden das Bildungsziel und der berufliche Kontext vermerkt.
  • Sie unterschreiben die Einwilligungserklärung zur Datenerhebung und -verarbeitung, das Beratungsprotokoll und bestätigen damit die Richtigkeit Ihrer Angaben. Sie erhalten den Prämiengutschein und/oder den Spargutschein.
  • Zum Zeitpunkt des Beratungsgesprächs darf die Maßnahme weder begonnen haben, noch darf die Rechnung ausgestellt und/oder der Eigenanteil bereits bezahlt worden sein.

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4. Was muss ich für das Beratungsgespräch mitbringen?

  • Personalausweis oder anderen Lichtbildausweis
  • Einkommenssteuernachweis (nicht älter als 2 Jahre)
  • Falls dieser nicht vorliegt, können Sie auch eines der folgenden Dokumente mitbringen:
    • Eine Gehaltsbescheinigung der letzten drei Monate
    • Arbeitsvertrag mit Angabe des Arbeitsentgelts
    • Bescheinigung des Lohnsteuerhilfevereins oder
    • Erklärung einer Steuerberaterin oder eines Steuerberaters über das voraussichtlich zu erzielende zu versteuernde Einkommen im laufenden Kalenderjahr
    • elektronischer Lohnsteuernachweis des letzten Kalenderjahres oder eine aktuell gültige Bescheinigung einer Behörde, aus der das zu versteuernde Einkommen hervorgeht (z. B. Wohngeldbescheid).
  • Nachweis über Ihre Erwerbstätigkeit, z. B. Gehaltsbescheinigung, Arbeitsvertrag, Steuerbescheinigung, Jahresabschluss, Kammermitgliedschaft, Krankenkassenbescheinigung, Gewerbeschein, Mitgliedsbeiträge für Standesvertretung bzw. berufsständische Körperschaft.
  • Für alle Nicht-EU-Bürger: Nachweis über die Befugnis, in Deutschland zu arbeiten (Freizügigkeitsbescheinigung; Arbeitsgenehmigung EU; Aufenthaltstitel, der die Ausübung einer Erwerbstätigkeit erlaubt)


Drucken Sie sich zur Erinnerung die Checkliste für das Beratungsgespräch aus, damit Sie alle notwendigen Unterlagen mitbringen.
Checkliste: Was muss ich für das Beratungsgespräch mitbringen (PDF)



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5. Wie löse ich einen Prämiengutschein ein?

  • Sie wählen einen Bildungsanbieter, der eine Weiterbildung durchführt, die dem Weiterbildungsziel auf dem Prämiengutschein entspricht.
  • Sie melden sich zu der Weiterbildung an und übergeben dem Bildungsanbieter den Prämiengutschein im Original.
  • Der Bildungsanbieter prüft, ob er den Prämiengutschein für diesen Kurs annimmt, und errechnet den Anteil, den Sie zahlen müssen. Diesen stellt er Ihnen in Rechnung. Sie bezahlen den Eigenanteil und beginnen die Weiterbildung innerhalb der sechsmonatigen Gültigkeit des Prämiengutscheines.


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6. Wie löse ich einen Spargutschein ein?

  • Klären Sie mit Ihrem Finanzinstitut vor dem Beratungsgespräch, ob es vertraglich möglich ist, das Ansparguthaben vorzeitig zu entnehmen.
  • Sie sind zum Zeitpunkt des Beratungsgespräches mit der Beratungsstelle erwerbstätig und das von Ihnen genannte Weiterbildungsziel passt in Ihren beruflichen Kontext.
  • Mit dem Spargutschein wenden Sie sich an den Bildungsanbieter, bei dem Sie die Weiterbildung machen möchten. Sie lassen ihn die zweite Seite des Spargutscheins ausfüllen.
  • Sie gehen zu Ihrem Finanzinstitut und legen den Spargutschein vor. Dieser gilt als Nachweis, dass die vorzeitige Verwendung im Rahmen der Bildungsprämie erfolgen soll.
  • Das Finanzinstitut informiert Sie über den weiteren Ablauf.

Das vorzeitig entnommene Guthaben muss innerhalb von drei Monaten nach Erhalt des Spargutscheins für Weiterbildungszwecke verwendet werden.

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7. Weitere Beratungsstellen in Berlin
 

LernLaden Pankow
Stargarder Str. 67, 10437 Berlin, Tel.: 030 5367999-75

kontinuum e.V.
Ziegelstr. 30, 10117 Berlin, Tel.: 030/28598382

Jobassistenz Spandau
Brunsbütteler Damm 75, 13581 Berlin, Tel.: 030 5367999-75

Jobassistenz Friedrichshain-Kreuzberg
Rudi-Dutschke-Straße 5, 10969 Berlin, Tel.: 030 5367999-75

Frauenzentrum Marie e.V.
Flämingstraße 122, 12689 Berlin, Tel.: 030/97891001

Inpäd e.V.
Manfred-von-Richthofen-Str. 2, 12101 Berlin, Tel.: 030/6897720

Weitere Informationen:
Die Beratung zum Spargutschein und die Entnahme sind auch möglich, wenn die Weiterbildung, für die das Ansparguthaben eingesetzt werden soll, bereits begonnen hat. Der Spargutschein kann zusammen mit dem Prämiengutschein eingesetzt werden.
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Horst Junghans Foto
030/28384232

 

Vereinbaren Sie einen Termin unter 030 28384238 zu folgenden Sprechzeiten:
Montag - Freitag  09.00 bis 16:00 Uhr

Prämienberatungen finden an zwei Wochentagen statt:
Dienstag 09:00 bis 12:30 Uhr
Donnerstag 14:00 bis 16:30 Uhr

Terminabsagen bitte unter: beratung@wdb-berlin.de

 

Standort
Weiterbildungsdatenbank Berlin
Neue Schönhauser Straße 10
10178 Berlin

Ein barrierefreier Zugang ist über den Hof möglich. Bitte kontaktieren Sie uns vorab.

Anfahrt
S-Bahn: Hackescher Markt
U-Bahn: U8 Weinmeisterstraße

Tram: M1, M2, M4, M5, M6, M12
Hackescher Markt
 
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